kijvis Filmvermittlung - Kinder- und Jugendprogramm

Kinder und Jugendliche gehören zu den häufigsten KonsumentInnen von Kurzfilmen – meist über Plattformen wie YouTube und Facebook. Was jedoch häufig fehlt, ist eine Reflexion über das Gesehene, eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem Medium und den Möglichkeiten, die es abseits des Mainstreams bietet. Hier setzen die Filmvorführungen, Workshops und Projekte an, die im Rahmen von kijvis Filmvermittlung, der neuen Kinder- und Jugendfilmschiene, stattfinden.

Seit Jahren ein fixer Bestandteil unserer Nachwuchsarbeit ist der Trickfilmworkshop, für den stets internationale SpezialistInnen eingeladen werden, die gemeinsam mit MuKaTo auf praktische Weise die Kunst des Animationsfilms vermitteln. Unter dem Titel Young Animation Avantgarde wird zudem jährlich ein spezielles Animationsprogramm für jüngeres Publikum angeboten.
Zum ersten Mal in der Festivalgeschichte haben wir mit Wasser Feuer Erde Luft ein Programm für 6- bis 8-Jährige zusammengestellt: Turmspringende Giraffen, Gegenstände, die zum Leben erwachen, und Bäume, die durch Häuser gezogen werden, vermögen mit Sicherheit eine Brücke zwischen der Welt der Erwachsenen und jener der Kinder zu schlagen.

Im Rahmen des Projekts Kinder programmieren erstellt eine Schulklasse unter Anleitung von drei ExpertInnen des Österreichischen Filmmuseums, sixpackfilm und VIS Vienna Independent Shorts ein Kurzfilmprogramm. Die SchülerInnen erfahren die Grundlagen der Programmkuratierung und lernen, Filme unterschiedlich miteinander in Beziehung zu setzen und zu einem stimmigen Programm zu verbinden.
Die Jugendjury, in diesem Jahr erstmals als Vermittlungskooperation mit dem SOS Kinderdorf Wien, vergibt im Österreich Wettbewerb zum dritten Mal einen eigenen Preis. Mit der Initiative Jugendjury wird den Jugendlichen ein bewussterer Umgang mit Film vermittelt. Gleichzeitig werden die Jugendlichen durch gemeinsame Sichtungen, Beurteilungen und Diskussionen aktiv in die Prozesse eines Filmfestivals eingebunden.

Programmleitung: Carla Maria Losch, Kim Lange