VIS Academy

Die VIS Academy soll mit der Unterstützung der Vienna Film Commission jungen und etablierten Kurzfilmschaffenden auf mehreren Ebenen zum Branchenaustausch dienen: beim Industry Meeting, bei Meet the University, bei Podiumsdiskussionen, bei einer Locationtour sowie bei diversen Empfängen im Mobilen Stadtlabor.
Anlässlich von zehn Jahren YouTube widmet sich das Industry Meeting heuer der Kurzfilmverwertung im Netz und dabei nicht zuletzt dem Sonderfall Online-Serien anhand von Endzeit von Anna und Jan Groos. Weitere Panels thematisieren zudem die Rechtesituation bei Musikvideos sowie die Situation des Kurzfilms zwischen Kunst- und Kinokontext.

Industry Meeting

In den vergangenen Jahren gab es für Kurzfilmschaffende ein übliches Prozedere: Zuerst wartet man den Festivallauf eines Films ab, anschließend wird er online verfügbar gemacht. Inzwischen wirkt dieses Prozedere schon ziemlich veraltet. Einerseits steigt die Anzahl jener Plattformen, die sich auf eine
Online-Vermarktung von Kurzfilm spezialisiert haben. Und andererseits gilt eine Online-Präsenz nicht mehr als Ausschlusskriterium für Filmfestivals. Dennoch bedarf es guter Strategien und guter Ideen, um im Netz erfolgreich zu sein. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie dieser Erfolg denn aussieht: Lässt sich der Kurzfilm mit der Etablierung von VoD-Plattformen neuerdings auch kommerziell verwerten? Wie gehen Verleiher und Distributoren mit den neuen digitalen Möglichkeiten um? Zum zehnten Geburtstag von YouTube scheint sich die Frage, wie es denn mit dem Kurzfilm im Netz weitergeht, jedenfalls ganz neu zu stellen.

anschließend:
Online-Serien: Kurzfristiger Hype oder kommerzielle Chance?
Während die Verwertbarkeit des einzelnen Kurzfilms im Netz immer noch fraglich erscheint, wird aktuell vermehrt versucht, kurze Online-Serien zu lancieren. Mit dem regionalen Erfolg von fauner consulting vor wenigen Jahren und den verbesserten Vermarktungsmöglichkeiten heute sind junge Projekte
wie Endzeit von Anna und Jan Groos im Netz auf der Suche nach ihrem Publikum.

PANEL: SHORTS ONLINE
27.05.2015 - 13:00
Mobiles Stadtlabor

Meet the University

Das Treffen internationaler Filmhochschulen soll auch in diesem Jahr der Verbesserung und Weiterentwicklung des akademischen und praktischen Austauschs von drei renommierten Filmausbildungsstätten in Europa dienen:

FAMU Filmová a televizni fakulta Praha
HEAD Haute école d'art et de design Genève
FAK Filmakademie Wien


„Meet the University“ kombiniert die Präsentation von zwei bis drei Filmen junger Studierender von jeder Hochschule mit der anschließenden Diskussion, welche Schwerpunkte in der Ausbildung gesetzt werden und wie und zu welchem Zeitpunkt sich der Übergang von der Filmschule in die Branche am sinnvollsten bewerkstelligen lässt.

Panel: State of the Art

Gerade für den Kurzfilm war das Ausbrechen aus dem Kinoraum stets besonders reizvoll. Der Kunstraum (und die Nähe zum Kunstmarkt) diente da als verheißungsvoller Ort für die expandierenden Laufbilder, doch auch die Präsentation im „White Cube“ hat vielfach ihre Tücken. Waren die beiden Sphären – der Kunst- und der Kinoraum – einst klar voneinander getrennt, sind die Grenzen heute jedoch fließend. Immer mehr Museen integrieren eigene Kinos in ihre Räumlichkeiten (ohne vielfach genau zu wissen, was denn dort gezeigt werden soll). Und Kinos ebenso wie Festivals entdecken wieder vermehrt den Ausstellungsraum, um bestimmte Arbeiten mit performativen Mitteln „live“ (und damit überhaupt?) zugänglich zu machen. Neue Präsentationsformen sowohl im
Kunst- als auch im Kinokontext sollen in dieser Diskussion ebenso thematisiert werden wie die Frage nach dem „State of the Art“ der Kunstform Kurzfilm.

29.05.2015 - 13:30
Mobiles Stadtlabor

Panel: Music Video Copyrights

Online-Plattformen wie YouTube und Vimeo bieten eine Unzahl an Musikvideos und sind deren primäres Verbreitungsmedium. Je mehr Klicks die Videos bekommen, desto schneller verbreiten sie sich auf den kleinen Screens. Für (oft
junge) kreative Filmschaffende bieten sich Musikvideos an, um zu experimentieren und mit allen verfügbaren Mitteln und Techniken Bilder und Geschichten in die Länge eines Songs zu packen. Dabei entstehen eigenständige Kunstwerke von Filmschaffenden, die gleichzeitig zur Vermarktung der Musik dienen. Wer darf letztendlich entscheiden, was mit dem Video in welcher Situation geschieht oder geschehen soll? Bei wem liegen die Verwertungsrechte? Bei größeren Produktionen schalten sich vor der Veröffentlichung oft noch die Labels oder Plattenfirmen dazwischen – und manche lassen das Video gleich ganz aus dem Netz entfernen. Sitzt die Musikindustrie letztendlich also am längeren Ast? Und wohin führt der aktuelle MuVi-Hype?

30.05.2015 - 13:30
Mobiles Stadtlabor

Jugendjury

Bereits zum dritten Mal wird heuer im Österreich Wettbewerb der Preis der Jugendjury verliehen. Neu ist in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit dem SOS Kinderdorf Wien. Jugendliche aus unterschiedlichen Wohngruppen, im Alter zwischen 14 und 19 Jahren, treffen bei dieser Vermittlungskooperation zusammen und lernen bei gemeinsamen Sichtungen mit Filmen umzugehen, die sich abseits des täglichen Mainstreams und des eigenen Medienverhaltens bewegen. Den Abschluss des Projektes bildet das Festival, bei dem die Jugendjury nach gemeinsamen Beurteilungen und Diskussionen ihren Siegerfilm kürt. Die finalen Mitglieder sind in diesem Jahr: Dominik Wessely, Nenad Kübast, Rebecca Englisch.

Das Projekt wird betreut von Joachim Traun / Kim Lange und durchgeführt mit freundlicher Unterstützung der Stadt Wien - Magistrat für Bildung und außerschulische Jugendbetreuung.
Dank gilt auch der Firma Synchro, die erneut den mit 1.000 Euro dotierten Postproduktionsgutschein als Preis zur Verfügung stellt.